Topic-icon Frage Bearbeitung feuchter Stellen am Unterbau

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1 Jahr 2 Wochen her - 1 Jahr 2 Wochen her #1 von Kabinerl
Bearbeitung feuchter Stellen am Unterbau wurde erstellt von Kabinerl
Werte Kollegen,

es ist basteln angesagt an meiner alternden Tischer Kabine. Das von oben bis nach unten durchgezogene Sandwich mit tragendem Holz, Sperrholz, Tapete und aufgebrachtem Unterbodenschutz fordern ihren Tribut.
Nachdem Tischer bereits dran war, hatte ich es weiter behandelt mit dem UBS von Tischer. Bei den jährlichen Regenfahrten im nassen Norden hilft das leider nicht lange. Die Wirkung ist vergleichbar mit stundenlangem/tagelangem Hochdruck-Reiniger. Immer schön drauf...
Nur noch in den Süden zu fahren ist keine Alternative. Also will ich da final ran gehen, so weit final möglich...

Ich habe einige Threads mit Bastelarbeiten am Sandwich durch. Zumeist waren es jedoch größere Feuchtigkeitsschäden durch Wassereintritt von oben. 
Mir ginge es darum, einem weiteren "Aufsaugen von unten" vorzubeugen, also Arbeiten am Boden und den Seiten unterhalb des Bodens bis Unterkante hinten.
Konstruktiv geht das Sandwich bei unserer Kabine seitlich von oben bis unten durch, mitsamt tragender Holzkonstruktion und auch stirnseitig saugendem Holz bis Unterkante, abgedeckt/geschützt durch schwarzen Unterbodenschutz.

Was sagen die Erfahrenen hier zu meinem Plan/meinen Gedanken?:

Zunächst die irreparablen Stellen (nach unten reichende Holzlatten, Sperrholz und Tapete) von der Isolierung trennen und ausschneiden. Ich komme an die Ecken hinten nicht mit meinem verfügbaren Werkzeug ran. Gibt es einen Tipp für Schneide-Werkzeug in engen Winkeln?

- Den vorhandenen UBS trocken säubern durch Abbürsten.
- Die aufgeklebte Tapete abziehen oder belassen? Danach würde sich das weitere Vorgehen richten:
Alternative 1:
Das frei gelegte Sperrholz würde ich flächig mit Owatrol behandeln, um es zu sättigen (damit bereits stark wasserabweisend und dennoch atmungsaktiv laut Korrosionsschutzdepot...).
Darauf den atmungsaktiven Caravan-UBS vom Korrosionsschutzdepot streichen. Fa. Tischer verwendet einen anderen UBS, glaublich von Würth.
Alternative 2:
Tapete auf ganzer Fläche belassen. Nur die neu aufzuklebenden Sperrholz-Bereiche (dann ohne Tapete) mit Owatrol behandeln. 
Zur Tapete:
Irgendwie erschließt sich mir nicht, warum es Sinn macht, atmungsaktiven UBS aufzutragen, wenn die Tapete mit innenliegender Dampfsperre (also doch eher nicht atmungsaktiv?) bis unten durchgezogen ist. Atmungsaktiv, um eingedrungene Feuchtigkeit nach außen zu lassen, wären sodann eigentlich nur die Kanten?
- Die Kanten zwischen Alu-Außenhaut am Boden und dem Sandwich mit Korroflex (ebenfalls vom KSD) abdichten.
- Die Unterkanten der Seitenteile mit Streichharz behandeln, um so die sensibelsten Stellen (Holzlattung rundum und die Holzteile unter den vorderen Stützenbefestigungen) langfristig zu schützen.
- Dann flächig mit Caravan-UBS drüber streichen.

Und weiter ein Auge drauf haben...

Würde mich freuen, wenn Ihr Tipps und Anregungen für mich habt.


 

Grüße
Roland

Tischer 260S auf D40, genannt "Navarine" - seit 2010
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1 Jahr 2 Wochen her #2 von Tommy Walker
Tommy Walker antwortete auf Bearbeitung feuchter Stellen am Unterbau
Hallo Roland,
vor einigen Jahren musste ich auch meinen Kabinenboden "retten". Hier habe ich mit Epoxidharz sehr gute Erfahrungen gemacht .
Wenn man das Harz noch erwärmt wird es dünnflüssig, fast wie Wasser und zieht tief in das morsche Holz ein und verfestigt selbiges.
An stark beschädigten Stellen das Harz mit Glasfaserschnipseln mischen und mit einem Holzbrett ,das vorher mit Trennlack behandelt
wurde einpressen, das hat den Vorteil, dass man nachher ein schöne glatte Oberfläche hat und das Harz regelrecht eingepresst wird.
Den ganzen Unterboden vom UBS mit Heißluftföhn befreien und mit Epoxidharz streiche/rollen. Mit einem Feuchtigkeitsmessgerät sicherstellen,
dass man keine Feuchtigkeit einschließt . Kein Polyester Harz verwenden, das bindet zu schnell ab und zieht nicht tiefgenug ein.

Viel Erfolg ,lieben Gruß Tommy
 

Ford Ranger Bj. 2010 Nordstar Camp 8L Bj. 2003
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1 Jahr 1 Woche her #3 von manfred65
manfred65 antwortete auf Bearbeitung feuchter Stellen am Unterbau
Servus, ich kann Tommys Methode mit dem Epoxydharz nur empfehlen. 
Die Methode habe ich mir mal bei einem Ami abgeschaut und auch am Dachrahmen unserer 1992er Popup eingesetzt. 
Zuerst Harz dünn anrühren und wie eine Grundierung aufstreichen. Das zieht ins Holz wie Wasser. Angerührt mit Thixotropiermittel ( feines Pulver) ist das Zeug sehr flüssig läuft aber nicht weg. Interessant vor allem beim Überkopfarbeiten oder an senkrechten Wänden. Wenn die Grundierung drauf ist kannst Du mit Glasschnipsel oder auch Glasgewebe an den Kanten dieselben versiegeln. Wenn Du vorher nicht mit Harz "grundierst" saugt das Holz das Harz weg und das Gewebe hält nicht richtig.
Mit der Expoxy-Methode kann Du auch durch Feuchtigkeit geschädigtes Holz oftmals noch retten, wenn es nicht schon am zerbröseln ist.
Irgendwelche Unterbodenschutzmaterialien, egal welche, sollten nur sehr dünn aufgetragen werden. Ich verwende hier Dekaphon 9735 -Spray. Nur so aufsprühen dass es deckt.
Die Kunststofftapete würde ich entfernen, schon weil das feuchte Material eben nicht nach innen abtrocknen kann und man erst dann erkennen kann wie weit das Problem fortgeschritten ist.

Viel Erfolg dabei!

LG aus Mittelschwaben
Viola und Manfred

Importeur für Wohnkabinen der Marken BundutecUSA und GEOCamper

www.wohnkabinenforum.de/forum/amerikanis...co-popup-renovierung

1992 Jayco-Popup + 1989 F250 und Isuzu D-Max SpaceCab mit wechselnden Wohnkabinen von BundutecUSA und GEOCamper
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1 Jahr 1 Woche her #4 von Kabinerl
Servus Tommy und Manfred,

das hört sich gut an. Da bin ich mit meinem groben Plan im Erstversuch zur weiteren Vorsorge ja gar nicht so weit weg von Euren Erfahrungen.
Gott sei Dank ist der Boden bei mir tipptopp. Das wäre bei der Fußboden-Heizung fatal.
Die Seiten sind’s bei mir, die mit wiederkehrenden weichen Stellen kolossal nerven. Ich will da eben gar nicht erst Feuchtigkeit weiter hoch ziehen lassen. 
Die Seiten sind ja bei z. B. Nordstar konstruktiv anders gelöst, mit Seitenverkleidungen aus unkritischem Kunststoff, als optischer Übergang/Schräge von vorne bis hinten zum Überhang.

Super Tipp von Euch mit den Glasfaser-Schnippseln und Matten.
Damit werde ich mich zumindest an den Kanten versuchen, eventuell auch an den besonders exponierten Stellen hinten, die ständig im Wasser-Dauerbeschuss liegen.
Den letzten Kontakt mit Glasfaser und Harz hatte ich vor ziemlich genau 45 Jahren, als ich mir selbst einen Kanadier gebaut habe. Mehrere Tage im geschlossenen Schuppen, mit dem Kopf „im Schiffsrumpf“, zum Ausrollen/Verbinden von Matte/Harz mit damaligen Lösemitteln, waren fast schon eine Drogenerfahrung. Hat dann auch fürs restliche Leben gereicht… Unter der Kabine wird dann mehr Frischluft sein.

Die doch großen, gesunden Holz-Flächen mit Owatrol zu sättigen, um Wasser-Feuchtigkeitsaufnahme bereits von daher zu verhindern und dann den UBS drauf, davon haltet Ihr gar nichts?

Ganz herzlichen Dank Euch und liebe Grüße!

Grüße
Roland

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1 Jahr 1 Woche her #5 von manfred65
manfred65 antwortete auf Bearbeitung feuchter Stellen am Unterbau
Servus Roland,

mit Owatrol auf Holz habe ich keine Erfahrung. Das hebe ich mir fürs Blech am Oldtimer auf.

Den Boden im Heckbereich (Überhang) würde ich mir immer genau ansehen.....Sicherheitshalber.
In den Wänden liegt das Problem an der Kapillarwirkung im Holz. Zum einen bei senkrechten Ständern die unten offen sind und vor allem wenn billige Sperrhölzer verbaut sind. Pappelsperrholz zeigt hier eine Sogwirkung fasst wie ne Tauchpumpe. 

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  Wenn Du das schließen kannst ist das die halbe Miete. Aber gib bitte dem Holz Luft zum Atmen. Wenn Du die Feuchtigkeit in der Wand einschließt modert es unter der Tapete weiter.

Ein echter Feuchtigkeitsfänger sind die "Wings" wie es einige Amis nennen. Die Ecken vor der Rückwand hinter dem Ende der Ladefläche. Die Stellen die bei Nordstar von den Plastikblenden abgeschirmt werden. Ich lasse mir bewusst meine US-Kabinen ohne diese geschlossene Rückwand bauen. Das ist nicht ganz so hübsch aber wirkungsvoll. Dort sammelt sich Straßenschmutz und Feuchtigkeit und in diesen Ecken scheint nie die Sonne...mit den entsprechenden Folgen. Dort ist die Behandlung mit UBS ( Dekaphon 9735 o. ähnlichen atmungsaktiven Materialien) wichtig.

LG aus Mittelschwaben
Viola und Manfred

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1 Jahr 1 Woche her #6 von Kabinerl
Servus Manfred,
genau so ist das - mit der Kapillar-Wirkung; insbesondere mit der nach unten reichenden vertikalen Lattung, in meinem Fall aus offensichtlich recht leichtem Modellbau-Holz und stirnseitigem Abschluss bis ganz unten. Das saugt natürlich „mit allen Poren und Kanälen“, fast schon wie lebendes Holz.
Nur der schwarze UBS drüber ist da schlichtweg zu wenig Schutz; von 20 Jahren trockenem Schuppen und Schönwetter-Urlauben mal abgesehen.
Konstruktiv sind da also besonders die Kanten in meinem Fall eine Schwachstelle, an die ich ran will. Da wäre es tatsächlich am gefährlichsten, wenn man’s übersehen würde. Nachwachsende Pilze wären sicher die letzten Warnhinweise… 

Natürlich werden dann auch gleich die Seitenflächen mit gemacht. Ob die nach unten durchgezogene Kunststoff-Tapete inklusive Dampfsperre in meinem Fall zusätzlicher Schutz oder zusätzliches Problem ist, darüber rätsele ich dieser Tage gerade noch…, d. h. „als Problem“ ganz runter oder „als Schutz“ drauf lassen. 
Da bin ich doch noch ziemlich hin- und her gerissen. Habe deswegen schon schlaflose Nächte. 

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Der grundsätzliche Konflikt, dass einerseits keine Feuchtigkeit rein soll, eventuell eingetretene Feuchtigkeit aber auch wieder raus können sollte…
Die Kanten werde ich definitiv so gut wie möglich zu machen. Da kann dann nichts mehr saugen, aber eben auch rein gar nichts mehr nach außen „atmen“.
Umso wichtiger die Frage des besten Vorgehens bei den Seiten… komplett weg schneiden und optische Verkleidung a la Nordstar…

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Der Boden wird natürlich auch gleich mit gemacht. Der ist/bleibt „offen“.

Grüße
Roland

Tischer 260S auf D40, genannt "Navarine" - seit 2010

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1 Jahr 1 Woche her #7 von Kabinerl
Ich muss mir Werkzeug zulegen.

Hier ein Bild von der Ecke links hinten. Man sah gut, dass die Feuchtigkeit nur von unten her kam - Dauerbeschuss bei Regenfahrten. 
Womit komme ich am besten in die Ecken und Kanten rein, zum Durchtrennen und Ablösen der Holzteile mit möglichst geradem Schnitt, um dann sauber anstückeln und neu verkleben zu können?

Grüße
Roland

Tischer 260S auf D40, genannt "Navarine" - seit 2010

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1 Jahr 1 Woche her - 1 Jahr 1 Woche her #8 von Tommy Walker
Tommy Walker antwortete auf Bearbeitung feuchter Stellen am Unterbau
Hallo Roland ,
gutes Holz atmen lassen , angegriffenes Holz versiegeln (Epoxy) nach dem Moto bin ich bei meiner Nordstar auch vorgegangen,
einen Bericht darüber findest du in der Rubrik Nordstar, deshalb habe ich Innen die Folie weggelassen und mit atmungsaktivem Fensterlack gestrichen, was sich in den Jahren bestens bewährt hat. Ein Oszillierer ist ein sehr gutes Werkzeug um an schwierigen Stellen zu arbeiten.

Gruß Tommy

Noch ein Nachtrag zum Oszillierrer, wenn du den Suchbegriff bei Google eingibst , wirst du auf Bezeichnungen wie, MultiMaster, Multifunktionswerkzeug usw  stoßen, im Preisbereich bis zu 400 Euro, ich habe das teure Teil von Festool ,aber auch nur weil mein 
Sohn den damals bei Festool entwickelte. Wenn du so ein Werkzeug nicht dauernd im Einsatz hast, reicht dir sicherlich auch 
der Trotec  PMTS 10-230V der liegt aktuell bei ca 30 Euro. Mit Trotec habe ich ganz gute Erfahrungen gemacht. 

Ford Ranger Bj. 2010 Nordstar Camp 8L Bj. 2003
Letzte Änderung: 1 Jahr 1 Woche her von Tommy Walker.
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1 Jahr 1 Woche her - 1 Jahr 1 Woche her #9 von Hendrik
Hallo Roland,
Dein Problem erinnert mich sehr an die Instantsetzung von Felix´s 235iger Tischer-Kabine. Da hatten wir auch am hinteren Teil Schwächen an der Unterseite, die mit Epoxidharz beseitigt wurden. Lese mal durch, vielleicht gibt´s da kleine Inspirationen für Dich.

www.wohnkabinenforum.de/forum/tischer/14...dichtung-tischer-235

Gruß Hendrik

Amarok und Tischer 220
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1 Jahr 1 Woche her #10 von qwe

Ich muss mir Werkzeug zulegen.

Womit komme ich am besten in die Ecken und Kanten rein, zum Durchtrennen und Ablösen der Holzteile mit möglichst geradem Schnitt, um dann sauber anstückeln und neu verkleben zu können?

Damit werden Sie geholfen:

Fein Akku MULTIMASTER AMM 500 Plus Top, 2x3,0 Ah + Zubehör im Koffer (gotools.de)

Ist nicht ganz billig, aber jeden Cent wert. 

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Und NEIN, ich bekomme keine Provision...

LG
Uwe

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1 Jahr 1 Woche her - 1 Jahr 1 Woche her #11 von partisan
Nur mal so als Hinweis:D
Die Sache mit der Diffusionsoffenheit (atmungsaktiv) von Farben und Beschichtungen ist für den Wohnkabinenbau völlig irrelevant.  Hier liegen sd-Werte vor, die absolut unbedeutend sind.  Wenn damit gute Erfahrungen gesammelt worden sind, hat das andere Gründe. Mit Sicherheit aber nicht der sd-Wert.  sd-Werte, die für einen relevanten Feuchtigkeitsaustausch  von Bedeutung wären, haben nur Beschichtungen und Materialien, die für den Wohnkabinenbau nicht in Frage kommen (z.B. Kalkfarben, Putze, Ziegelsteine etc.)

Feuchtetransport ist abhängig vom Druck. Bei stehendem Wasser ist es die Wassersäule und in der dampfförmigen Phase der Dampfdruck. Richtung Dampfdruck ist immer von warm zu kalt, und je höher der Temperaturunterschied je höher der Dampfdruck. In welcher Richtung sollte man denn nun eine Kabine abdichten oder diffusionsoffen gestalten? Das ist ein unlösbares Problem!Kabinen mit Holzkonstruktionen haben nun mal ein materialimmanentes Problem, was man nie zu 100% in den Griff bekommen kann.  Und Holz kann man nur vor Wasseraufnahme schützen, wenn man es durchtränkt. Für derartige Kabinen kann also nur gelten: Dichten, Dichten und nochmals Dichten und Lüften, Lüften und nochmals Lüften. 

Aus meiner Sicht, haben Materialien die Feuchtigkeit in relevantem Umfang aufnehmen können, in der Konstruktion einer Wohnkabine nichts verloren. Hier ist ganz klar von einem Konstruktionsfehler zu sprechen, solange es sich nicht um eine preisgünstige recycelbare Wegwerfkabine handelt. Es ist bei solchen Kabinen doch nur die Frage, wie lange der Hersteller deren Nutzungszeit/ Lebensdauer ansetzt. Bei den Preisen, die manchmal so aufgerufen werden, sollte man wohl mind. 500 Jahre annehmen ;-).Aber: Je schneller die Kabine vergammelt umso schneller braucht der Kunde eine Neue ;-) 

Und:
Nein, Epoxidharz dringt durch Erwärmen nicht tiefer ein. Die Eindringtiefe hängt von der Molekülgröße ab. Durch Verdünnen kann man den Gelierzeitpunkt von EP verlängeren. Dann hat Holz „mehr Zeit“ zum Aufsaugen. Unmodifizierte Harze haben eine kleinere EP-Gruppe. Handelsübliche Harze für den Modellbau sind immer modifiziert und haben deshalb größere  Moleküle. 
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1 Jahr 1 Woche her #12 von holger4x4
holger4x4 antwortete auf Bearbeitung feuchter Stellen am Unterbau
Ich würde für den gelegentlichen Einsatz keinen Multimaster (oder Konkurenzprodukte) mit Akku empfehlen. Wenn die nur wenig im Einsatz sind, tut das dem Akku nicht gut. Außerdem sind die schwerer und unhandlicher als netzbetriebene Geräte. Gerade wenn man irgendwo in Ecken was fummelt, ist das wichtig.
Ich selbst hab mir damals einen netzbetriebenen Multimaster gekauft, da gab es die Geräte noch nicht von Bosch und anderen. Bin super zufrieden damit!

Gruß, Holger
Iveco Daily / Jeep Renegade 4xe
Meine Wohnkabinen sind verkauft, der Pickup auch. Das aktuelle Mobil kann hier besichtigt werden.
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1 Jahr 1 Woche her #13 von qwe
Also ich find das Akkuteil sehr handlich
und gerade weil man kein Kabel braucht sehr praktisch.
Bei mir auch ständig im Einsatz.
Außer rasieren mach ich damit inzwischen alles. 

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1 Jahr 1 Woche her #14 von Kabinerl
Danke Euch ganz herzlich für die rege Teilnahme ! 
Ich fahre nachher los und hole mir mal auf die Schnelle so ein Multitool aus dem Baumarkt. Globus bei uns um die Ecke mit 7 Jahren Garantie auf die Hausmarke dort. Da mache ich auf die Schnelle nicht viel verkehrt. Wenn’s mir heute kaputt gehen sollte, kann ich’s morgen vor Ort umtauschen und am Wochenende gleich noch weiter machen.
Lieferung vom Korrosionsschutz-Depot kam auch schon gestern. Dann geht’s ran…
Freue mich schon richtig drauf. Habe früher auch alles zuhause und an meinen Fahrzeugen selbst gemacht. Aber der Job… und Faktor Zeit. Mehr als genug geärgert über schludrige Arbeit der Auftragnehmer, in vielen Bereichen. Man kriegt eh keinen mehr ins Haus. Und Termine in der Werkstatt, wie beim Facharzt.
Jetzt muss/will ich wieder selbst ans Meiste ran. 

Für das Einkleben des Stücks der neuen Lattung und der kleinen Stücke Sperrholz würde ich Montagekleber nehmen, wie er von Tischer verwendet wird:
Cosmo PU-100.130 

Für das Abdichten der Kanten und Übergänge:
Dekaseal schwarz Nr. …?…
? Ich bin irritiert. Da gibt’s ja einige, mit verschiedenen Eigenschaften. Habe bisher immer nur von Dekaseal gehört und gelesen.

Dachfenster muss ich auch neu einbauen.
Dekaseal weiß oder schwarz Nr. ???

Was nehmt/empfehlt Ihr denn?

Grüße
Roland

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1 Jahr 1 Woche her - 1 Jahr 1 Woche her #15 von Tannengrün
Tannengrün antwortete auf Bearbeitung feuchter Stellen am Unterbau
Hallo Roland,

wenn das Strahlwasser vom Hinterrad genau diese Ecken unter Dauerbeschuß nimmt, hätte man zu einem früheren zeitpunkt mal über Spritzschutzlappen nachdenken können.
Nach dem Aussehen zu urteilen ist da lange nichts oder noch nie was gemacht worden.
Die Holzhasser nun wieder, sprechen von Fehlkonstruktionen, Holz ist nun  mal ein sehr leichtes, dennoch stabiles und isolierendes Material, ohne Holz gäbe es keine Menschheit.
Schau mal in Bootswerkstätten wo die achso tollen 2-schaligen Glasfaserplaste-Bootsrümpfe zum Trocknen liegen, 2000 Löcher drin und 50 Grad Hitze für einige Monate bis die eingedrungene Feuchte draußen ist, meißtens merken es die Eigner erst wenn der Rumpf so schwer ist das er nicht mehr ins Gleiten kommt:-)
Dagegen zog man in Norwegen und Dänemerk einige 1100 Jahre alten Drachenboote aus dem Morast, nicht zu vergessen die 1000 jährigen Stabkirchen, Holz grundsätzlich zu verurteilen ist falsch.
Eine Durchsicht alle paar Jahre mit entsprechenden Ausbesserungen der Schutzschicht/Dichtnähte reicht.

Und nimm nicht das billigste Werkzeug, der Fein MM mit Netzkabel wäre meine Empfehlung.
 

Gruß Tannengrün
Letzte Änderung: 1 Jahr 1 Woche her von Tannengrün.
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1 Jahr 1 Woche her #16 von holger4x4
holger4x4 antwortete auf Bearbeitung feuchter Stellen am Unterbau
Dekalin Dekaseal 8936 wäre das Material der Wahl. Nimm besser weiß oder hellgrau, dann gibts nicht so dunkele Trauerstreifen von den Auswaschungen durch Regen.
Cosmo PU-100.130 kenne ich nicht, der Beschreibung nach scheint das tauglich. Sonst nimmt man Sika 252i oder Sudal Fixall Hightack. Das bekommt man oft auch für 10-12€ im Baumarkt.

Gruß, Holger
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1 Jahr 1 Woche her #17 von partisan
@ Tannengrün

Was hat denn Osmose bei Yachten mit Wohnkabinen zu tun? Oder hat wer seine Kabine das ganze Jahr im Hafen liegen?
Wenn das Thema schon auf den Tisch kommt, dann erkläre doch mal bitte den Unterschied bei der Hydrolyse von Polyester und Epoxidharz. 

Und ja, wenn man seine Kabine im Meer versenkt, dann bleibt sie unter weitgehendem Ausschluss von Sauerstoff auch lange erhalten. 

Wie auch immer … soll halt jeder machen, was er für richtig hält 

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1 Jahr 1 Woche her #18 von qwe
By the way.
Ich häng mich hier mal mit dran - nachdem ihr mich jetzt völlig verunsichert habt.

Irgendwann muss ich die unteren Ecken meiner Heckklappe neu beplanken.
Aber mit wat denn nu?? 

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Holz oder nicht Holz,
das ist hier die Frage.

Sollte kein Wasser ziehen, damit ich den Spaß nicht in zwei Jahren wieder hab.
Sollte möglichst leicht sein - die Klappe ist eh schon schwer genug.
Und sollte gut überlackierbar sein.

Bimobil Husky 240 Bj. 1991 / Nissan Navara D40 Kingcab Bj. 2011

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1 Jahr 1 Woche her #19 von Kabinerl
Wegen der Meinungen zum Thema Holz:
Zerkriegt Euch doch nicht auf meiner blöden Baustelle hier. Ist ja nur ne Mini-Baustelle und bald erledigt.

Fühlt Euch alle gedrückt, mit Bier und Brotzeit gut versorgt, weil’s bei uns gerade saukalt ist auch mit Glühwein und selbst gemachtem Kuchen unterm Gas-Pilz…
 

Grüße
Roland

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1 Jahr 1 Woche her - 1 Jahr 1 Woche her #20 von Kabinerl
@Tannengrün
Da ich meine Navarine jagdlich im Gelände nutze, habe ich schon freiwillig die größten Schmutzfänger drauf, die man damals bekommen konnte.
Sicher ginge da noch mehr, a la LKW-Lappen. Die Wasser-Gischt nach hinten aus den Verwirbelungen bliebe halt dennoch. In jedem Fall kommt die Brühe von der Straße hinten auf den Unterbau des Überhangs drauf, so oder so; je nach Reise und Witterung - in unserem Fall offensichtlich immer genug davon, damit es Probleme macht.
Die Kabine war deswegen bereits mehrfach zur Ausbesserung ausschließlich beim Hersteller, wo man die Konstruktion am besten kennt.
Dazwischen habe ich regelmäßig die Außenflächen gepflegt, nach Hersteller-Anweisung mit dem UBS aus Hersteller-Produktion behandelt und penibel regelmäßig geprüft. Ansonsten hätte ich die Anfälligkeiten und den wiederkehrenden Ausbesserungsbedarf nicht bemerkt. Die Arbeiten wurden jeweils auf Kulanz gemacht, wofür wir auch sehr dankbar waren und sind. Man hat sich fair verhalten.
Deshalb ist bisher auch alles andere als Hersteller-Bashing hier beabsichtigt. Jede Kabine von jedem Hersteller hat ja ihre Stärken und Schwächen. Die kennen wir alle, wenn wir ein paar Jahre damit unterwegs sind.

Ich verstehe den Ansatz mit Holz als wunderbarem, natürlichem Werkstoff. Ich habe selbst immer sehr gerne mit Holz gearbeitet. Und natürlich hätte es die Menschheit ohne Holz schwer gehabt. Um das noch weiter zu fassen: ohne Wald auch.
An unserer Kabine kann ich’s halt nicht ganz so anthroposophisch sehen. Gegen Holz in geschlossener Konstruktion ist nichts zu sagen, solange das System dicht ist.
Die bis nach unten durchgezogene Holz-Konstruktion ist bei unserer Kabine aber nicht mehr „im geschlossenen System“, sondern auf Länge, Breite und Tiefe außerhalb, nur auf einer Seite (Alu-Haut) zuverlässig dicht abgedeckt.
Sorgsamer Umgang, sorgsame Pflege und Kontrolle sowie qualifizierte Hersteller-Ausbesserungen haben dies eben leider nicht aufgewogen.
Das ist ein Schwachpunkt, an den ich ran will. Aber auch an dieser Stelle nochmal: Für unsere Anforderungen und unsere Nutzung. 

An den Ecken hinten wurden bereits Alu-Winkel über die Holz-Ecken verklebt. Man hatte wohl die Hoffnung, das Problem an diesen Stellen endgültig zu lösen. Das ging dennoch eher „nach hinten los“.
Der unten zu sehende Alu-Winkel war auf der Ecke, die ich hier schon abgebildet habe. Die Nässe dahinter war natürlich nicht zu sehen und nicht zu fühlen, erst als die Feuchtigkeit  daneben liegend, im nicht abgedeckten Bereich, „tastbar“ wurde. Da war’s aber für das Holz hinter dem Alu-Winkel schon zu spät.
Abtasten rundherum gehörte auch zu meiner Kontrolle-Routine…

Wie gesagt, Holz - ordentlich abgedichtet - in geschlossener Konstruktion, okay. Geschenkt auch in den Bereichen  um die vordere Stützen-Befestigung und an den Seiten, zur Stabilitätsverbesserung. Aber da hinten, unterhalb des Bodens und der Seitenteile? Geht ggf. für Viele und über Jahre gut.

Grüße
Roland

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