Topic-icon Frage Empfohlene Stärke Blattfeder und Unterschied Fahrerseite/Beifahrerseite

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1 Monat 1 Woche her #1 von Hawe
Hallo Zusammen,

habe mir ein wenig gelaufenes gebrauchtes Komplettfahrwerk von OME geholt. Mit dabei sind die stärksten Blattfedern (EL 091R +600kg). 

Meine Hinterachse ist durch die Kabine (ohne Inhalt wie Lebensmittel, Wasser, etc.) ca. 500kg schwerer, voll reisefertig werde ich wohl auf +600kg auf der Hinterachse kommen. Damit würden die Federn genau passen. Ich werde wahrscheinlich sehr selten, wenn überhaupt, ohne Kabine fahren. 

Wenn ich aber vielleicht doch mal ohne Kabine fahre, hat man mir gesagt, würden die starken Federn "die Stoßdämpfer oben rausziehen und zerstören" und überhaupt wäre das Fahrzeug so gut wie unfahrbar, da viel zu hart.

Nun kann ich auch gebraucht das mittlere Federpaket (EL 090R +300kg) bekommen, das ich mir auch erst mal holen und als Reserve hinlegen will. Das Originalfahrwerk ist mit Kabine etwa 10cm runtergegangen und ich habe noch ca. 40mm bis zum Anschlag des Gummipuffers, also quasi nichts mehr an Federweg. 

Da das mittlere Federpaket von den 600 kg auf der Hinterachse schon mal 300kg kompensiert würde ich da vielleicht die ersten 5cm gewinnen.  Es hat zusätzlich 40mm Höherlegung. Damit käme ich insgesamt etwa 9cm höher und wieder auf fast den alten Federweg. Was dann nicht wäre, das wären die 40mm Höherlegung (die das härtere Federpaket, das ja +600kg trägt, noch hätte).

Ich denke aber, dass ich die Höherlegung sowieso nicht brauchen werde, da ich bestimmt kein extremes Gelände mit der Kabine fahren werde. Es geht mir um einen halbwegs akzeptablen Federweg und ein stabiles Fahrverhalten (vor allem mit Kabine).

Daher meine erste Frage an Euch: was würdet Ihr vorschlagen? Die +300kg oder die +600kg Blattfedern?

Einen zweiten Punkt habe ich noch. Ich habe erfahren, dass es, weil die Fahrerseite mit Batterie, Tank und Fahrer normalerweise schwerer ist, zwei verschiedene Federstärken für links und rechts gibt. Wie erkenne ich das an den Federn? Gilt das auch für die Spiralfedern vorne?

Viele Grüße
Hermann



 

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1 Monat 1 Woche her #2 von manfred65
Hi,

unterschiedliche Federn links und rechts würde ich vermeiden. Wenn sowas rauskommt kann es gewaltigen Ärger geben. TÜV Abnahme dürfte es dafür nicht geben. Es sei den man hat wirklich ein festes "einseitig belastetes" Fahrzeug. Das ist aber ein Pickup mit abnehmbarer Wohnkabine definitv nicht.

Zum Fahrwerk:
Ich habe in unserem Isuzu D-Max 1,5 Kab ein TJM-Komplett-Fahrwerk mit +300kg an der Hinterachse drin. Das ergab dann noch + 3,5cm Höherlegung.
Das Fahrwerk fährt sich unbeladen angenehmer als mit den Originalfedern. Die hatten allerdings schon 200.000 km runter. Mit derselben Kabine federt das Fahrzeug gleich ein: 7cm bei beiden Fahrwerken. Kabinengewicht mit etwas Beladung war dann ca. 570 kg. Das neue Fahrwerk zeigte sich im Handling völlig unbeeindruckt. Am, zugegeben verbrauchten, Serienfahrwerk hat man die Leerkabine mit ihren 540 kg stärker gespürt. 

Ob das Auto mit den +600kg Federn nicht mehr fahren kann muss man testen. Sänfte wird es sicher keine sein.
Das die Federn die Stoßdämpfer "rausreißen" obwohl sie für dieses Auto hergestellt wurden halte ich für ein typisches Stammtischmärchen. Die Federn werden am leeren Fahrzeug getestet und abgenommen!

LG
Viola und Manfred

Importeur für Wohnkabinen der Marken BundutecUSA und GEOCamper

www.wohnkabinenforum.de/forum/amerikanis...co-popup-renovierung

1992 Jayco-Popup ohne Pickup und Isuzu D-Max SpaceCab mit wechselnden Wohnkabinen von BundutecUSA

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1 Monat 1 Woche her #3 von Pick-up Camper unterwegs
Ausgerissene Stoßdämpfer halte ich auch für ein Märchen. Genauso wie abgerissene Luftfedern bei zu starker Verschränkung. Ansonsten dürfte man das Fahrzeug ja auch nicht auf einer Bühne anheben. Da hängt die Achse ja auch maximal ausgefedert.

Wie viel schwerer ist denn das Fahrzeug auf der Fahrerseite? VW hat in den Aufbaurichtlinien einen Gewichtsdifferenz zwischen den Radlasten auf einer Achse vorgegeben, ich glaube 8% dürfen es maximal sein.
Deswegen unterschiedliche Federn verbauen würde ich tunlichst vermeiden.
Mit Kabine ist unser Amarok auf der Beifahrerseite auch etwas schwerer. In der Kabine ist (fast) alles schwere auf der rechten Seite - Wassertank, Kühlschrank, Gasfach, Kleiderschrank. Links ist die Batterie (14kg) und der Küchenblock, aber der wiegt auch nicht so viel im Verhältnis zu rechten Seite. Messbar höher ist der Druck in der rechten Luftfeder deswegen trotzdem nicht.

Ich würde die +300kg Federn an deiner Stelle nehmen und dazu gute Stoßdämpfer verbauen die auf die höhere Federrate angepasst sind. Die Seriendämpfer dürften dann deutlich unterdämpft sein.

:cab: VW Amarok - Nordstar Eco180


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1 Monat 1 Woche her #4 von Jockl
Auf jeden Fall die 600+ nehmen. Mit Kabine deutlich angenehmer und ohne zwar hart, aber fahrbar. Ich bin ca. 5 Monate mit 600+ hinten ohne Kabine rumgefahren. Holpert zwar ab und an, aber geht. Wichtig sind auf jeden Fall entsprechend gute Dämpfer und auf den richtigen Reifen Druck zu achten.

Viel Spaß und Gruß 
Jürgen

Ford Ranger ( OME Heavy Duty mit Profender Dämpfer) mit Pickupback Kabine.

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1 Monat 1 Woche her #5 von Maddoc
OME hat immer auf der Fahrerseite etwas stärkere Federn, das ist auch so gekennzeichnet. War schon bei meinem Jeep so.....
Und ich würde auch 600+ nehmen.

Gruß
Marc
________________________________
D-Max SpaceCab Automatik
3-Rad Antrieb
Fernwehmobil

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1 Monat 1 Woche her #6 von BiMobil
>>>>>    Ich werde wahrscheinlich sehr selten, wenn überhaupt, ohne Kabine fahren.  <<<<<<

was gibts dann zum überlegen , das 600 er und alles passt 

Gruß Rudi
ISUZU DMax 2,5 l , 163 PS mit BiMobil 220 Selbstausbau
seit 1988 Pick up / seit 1989 mit Kabine

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1 Monat 1 Woche her #7 von Hawe
Hallo Zusammen, 

vielen Dank für eure Antworten!

Die meisten schlagen die 600+ vor, also werde sich sie erst mal einbauen und sehen, wie sich das anfühlt. Die 300+ lege ich mir beiseite. 

Jetzt habe ich auch mehr herausgefunden zu den unterschiedlichen Federstärken. OME markiert die Federn oben in gelber Farbe mit (+, o, -), je nach (Detail-)Stärke. Man kann also je nach Gewichtsunterschied zwischen Beifahrer- und Fahrerseite die Federn etwas anpassen.
Nur: meine gebrauchten sind beide mit (+ ) markiert....

Schade, ich hätte die Anpassung gut gefunden, da bei mir auf der Beifahrerseite nicht nur in Fahrzeug Tank und Batterie sind, sondern in der Kabine auch der Kühlschrank, das Portapotti und die Kabinenbatterie plus Elektrik.

Ich werde mal Taubenreuther kontaktieren (wo sie gekauft wurden) ob man da nachträgtlich was machen kann, z.B. durch Austausch einer Lage, aber zuerst mal nach dem Umbau nachmessen, ob das Gespann wirklich links mehr herunterhängt. Andere Fahrwerkshersteller bieten ja auch genau gleiche Federn für beide Seiten an, also ist das eventuell nicht ganz so dringend.

Viele Grüße
Hermann
 

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1 Monat 6 Tage her #8 von Stefan
...für vorne sind trimpacker zum Ausgleich vorgesehen.
Kabine drauf, beladen und gucken ob Schiefstand vorherrscht.

Gruß Stefan

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1 Monat 4 Tage her #9 von Lender
Die +, o, - beziehen sich auf das gesamte Paket. Es wird also das Packet gebaut und dann vermessen. Manche sind dann ein bisschen härter, manche etwas weicher, halt Herstellungstoleranzen. Wenn dann würde ich gleich das ganze Paket tauschen, nicht nur einzelne lagen. Sonst könntest du auf gut glück aus + und - zwei o machen. Aber ausmessen wird dir das wohl keiner.

Die passenden Stossdämpfer müssten beim Komplettfahrwerk ja bereits dabei sein und auf die 600kg ausgelegt sein. 

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