Topic-icon Frage Mercedes G: Tips, Anregungen und Austausch zu unserer Kabine

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1 Woche 2 Tage her #1 von chefkoch
Hallo allerseits,

ich verfolge so einige Threads hier seit einer Weile und schreibe jetzt mal selber was. Zu uns, wir wohnen seit drei Jahren in Schweden und haben uns den Traum eines Geländewagens erfüllt. Es handelt sich um einen Ex-Militär Puch G 300 GD von 1986. Diesen wollen wir zu einem Camper umbauen. Unsere Idee ist es, eine absetzbare Kabine mit parallel Hubdach zu bauen. Diese soll nach unten hin offen sein und direkt auf den Bordwänden verschraubt werden, so im Stil der Alu-Cab Kabinen. Wir wollen einen Stahlrahmen aus Winkelprofilen (vermutlich 30x30x2mm) mit 1,5 mm Aluplatten beplanken. Die Platten sollen auf den Rahmen genietet werden (Bechernieten) und zwischen Stahlrahmen und Aluplatten wollen wir zusätzlich Karosseriedichtmasse auftragen um Kontaktkorrosion zu vermeiden. Ein Alurahmen wäre natürlich aus Gewichtsgründen wesentlich besser. Ich habe Alu aber noch nie geschweißt. Ich werde mich demnächst mal daran versuchen aber vorerst ist deshalb Stahl geplant. Zudem wird unser Aufbau ja auch recht klein, wiegt deshalb sowieso nicht so extrem viel. Unsere Nutzlast ist ca. 1000 kg. In den Winkelprofilen sollen Dachlatten befestigt werden um an diesen dann die Innenwände zu befestigen. Isolieren wollen wir mit PUR-Platten. Wo die Kabine auf den Bordwänden aufliegt wollten wir Streifen aus EPDM Zellkautschuk verwenden und vermutlich zusätzlich noch die Außenseite mit Karosseriedichtmasse versiegeln (die Kabine soll generell auf dem Auto bleiben aber wir wollen uns die Möglichkeit offen halten, sie abnehmen zu können, zwecks TÜV etc). Ich habe ein paar Bilder der ersten groben Planung eingefügt, die Maße sind nicht exakt aber sind ein guter Richtwert der Ausmaße der Kabine.

Meine Fragen:
1. Gibt es generelle Einwände über die ich mir keine Gedanken gemacht habe?
2. Ist diese Konstruktion stabil genug?
3. Aus welchem Material sollten die Nieten bestehen?

Vielen Dank für die Hilfe und ich freue mich auf einen regen Austausch,
Max :)

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1 Woche 2 Tage her #2 von BiMobil
Hallo Max

Welcome im Forum

Alublech auf Stahl !!
Beide haben verschiedene Ausdehnungen .
Ich würde das Kleben , hält bombenfest , ist etwas flexibel ,
du sparst dir Karosserie - Dichtmasse und die Nieten .

"" In den Winkelprofilen sollen Dachlatten befestigt werden""
Hm , wenn da Schwitzwasser entstehen sollte oder irgendwie , irgendwann Feuchtigkeit eindringen sollte
dann fault dir das Holz rel. schnell durch .
Das Problem , du siehst das nicht wenns fault , irgendwann ist dann der Supergau da.
(siehe die Hochmoore aller namhaften Kabinenhersteller )

Warum nicht das Alublech , den PU Schaum und die Innenverkleidung ( ich nehme an 3-4 mm Sperrholz )
miteinander zu einem Sandwich verkleben .

30x30 mm Winkel sind an den Kanten o.k. , in der Wand m.M. nach zu viel ,
außer du nimmst mindestens 40 mm Isolierung , sonst entsteht genau dort Schwitzwasser .

Gruß Rudi
ISUZU DMax 2,5 l , 163 PS mit BiMobil 220 Selbstausbau
seit 1988 Pick up / seit 1989 mit Kabine

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1 Woche 2 Tage her - 1 Woche 2 Tage her #3 von chefkoch
Hallo BiMobil,
vielen Dank für deine Antwort. Freut mich richtig direkt Input zu bekommen!

Alublech auf Stahl !!
Beide haben verschiedene Ausdehnungen .
Ich würde das Kleben , hält bombenfest , ist etwas flexibel ,
du sparst dir Karosserie - Dichtmasse und die Nieten .


Ich hatte ursprünglich auch gedacht, dass ich die miteinander verkleben will aber bin dann davon abgekommen, da ich Angst hatte, Fehler bei der Verarbeitung zu machen. Luftfeuchtigkeit zu hoch, Temperaturen passen nicht etc. Da kam mir das Nieten ansprechender vor, da ich mir dachte, dass ich direkt sehen werde ob was schief läuft. Aber mit der Dehnung hast du natürlich recht! Sind die Kleber denn sehr zickig in der Verarbeitung? Wir haben eine große Garage und extra ein großes Partyzelt angeschafft für den Bau, somit bleibt alles trocken aber es gibt natürlich idealere Bedingungen für so ein Vorhaben.

" In den Winkelprofilen sollen Dachlatten befestigt werden""
Hm , wenn da Schwitzwasser entstehen sollte oder irgendwie , irgendwann Feuchtigkeit eindringen sollte
dann fault dir das Holz rel. schnell durch .
Das Problem , du siehst das nicht wenns fault , irgendwann ist dann der Supergau da.
(siehe die Hochmoore aller namhaften Kabinenhersteller )


Super Punkt. Werde ich so umsetzen.

30x30 mm Winkel sind an den Kanten o.k. , in der Wand m.M. nach zu viel ,
außer du nimmst mindestens 40 mm Isolierung , sonst entsteht genau dort Schwitzwasser .


Wie meinst du das genau? Meinst du, dass in der Wand die Isolation dann sozusagen 1 cm dicker als die Profile ist und sozusagen noch ein 1 cm Puffer an Isolation entsteht und das Profil von der Isolation überdeckt wird?


Ist deiner Meinung nach die ganze Konstruktion stabil genug für unsere Kabinengröße? Wir waren auch am Überlegen einige U-Profile zu verwenden um mehr Stabilität reinzubekommen.

Mit freundlichen Grüßen,
Max
Letzte Änderung: 1 Woche 2 Tage her von chefkoch. Begründung: Übersichtlichkeit

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1 Woche 2 Tage her #4 von BiMobil
So wie du das geplant hast , also einen stabilen selbsttragenden Rahmen , sollte das passen .
An 2 mm dicken Stahl Vierkantprofilen hängt meine gesamte Kabine am Fahrzeugrahmen .
Also sollte ein größeres Hardtop da erst recht stabil sein .
Wenn du alle Materialien Alu ,PU Schaum und Innenverkleidung flächig verklebst bekommst mit dem Rahmen eine irre stabile Konstruktion .
Für meinen Geschmack reicht auch ein 1 mm Stahl-Profil .
Am besten mal eine Testschweißungen machen und dann mal testen .
Nur zum Vergleich :
Meine Kabine hat einen umlaufenden Vierkant-Alurahmen 25x25x2 mm .
Der Rest 0,8 mm Alublech , 30 mm XPS Schaum und 3 mm Sperrholz ist alles zu einem Sandwich verpresst .
Hält seit 31 Jahren , wenn er nicht absäuft noch weitere 30 Jahre .

Wenn du allerdings nicht alles flächig verklebst dann sollte der Rahmen schon selbsttragend sein .

Beim Kleben mußt du halt gewisse Faktoren einhalten die aus den Datenblättern ersichtlich sind . Reinigen und Entfetten ist obligatorisch und ein Primer sollte auch verwendet werden . 1-2 mm Kleberstärke sind auch einzuhalten (je nach Kleber )

Mit der Isolierung meine ich das genau so wie du geschrieben hast .
20 mm Stahl und 30 mm Isolierung , also 10 mm auf dem Stahl ist o.k.

Gruß Rudi
ISUZU DMax 2,5 l , 163 PS mit BiMobil 220 Selbstausbau
seit 1988 Pick up / seit 1989 mit Kabine

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1 Woche 1 Tag her #5 von mufys
Hallo Chefkoch,

Auch wenn die Verwendung von Boschprofilen von dem ein oder anderenaaus Gewichtsgründen skeptisch gesehen wird, finde ich diese Methode dennoch sehr einfach zu verarbeiten. Ich habs verschraubt und dann auch mit Aluplatten außen geklebt. Isolierung rein, innen Birkensperrholz. Unter Einhaltung der technischen Richtlinien entsteht so eine stabile Konstruktion. Das ganze lässt sich auch mit deinen Vorstellungen realisieren.

Liebe Grüße
Michael

Ford Ranger 1,5 mit Eigenbau-Kabine

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1 Woche 1 Tag her #6 von BeerSarah
Ich habe auch schon mit Birkensperrholz gearbeitet und fand das eine gute Lösung.

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1 Woche 1 Tag her #7 von chefkoch
@Bimobil Vielen Dank für deine Tips!

@mufys Vielen Dank für deine Hilfe. Hast du denn einen Thread wie du deine Kabine gebaut hast? Wäre interessant das zu sehen. Mit den Profilen bin ich mir nur nicht sicher ob es sehr teuer wird. Da ist der Stahl natürlich unschlagbar :D.

@BeerSarah Hast du eine ganze Kabine aus Birkensperrholz gebaut?

Was würdet ihr denn für eine dicke an Isolation empfehlen. Die Expeditionsmobile haben meines Wissens oft 6 cm GFK-Platten. Das kommt mir aber schon sehr viel vor.

Aller besten Dank für Tips :)

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1 Woche 1 Tag her #8 von mufys
Sorry, ich habe es leider von Anfang an versäumt hier einen Bauthreat einzustellen. Ich habe nur wenig Bilder gepostet. Bereue es auch schon.
Klar ist der Stahl günstig aber in den Gesamtkosten verschwindet der Posten Aluprofile fast schon wieder.
Der Meter 30x30 kostet 6,65 Euro. 30x60 das Doppelte aber von dem braucht man nicht so viele. Die Profile werden mm-genau zugeschnitten und können dann mit Winkeln verschraubt werden. Man kann sie auch auf Stoß setzen und miteinander verschrauben.
Ich habe ziemlich genau 100 Meter gebraucht. Der Meter wiegt rund 850 Gramm. Die ein oder andere Verstrebung hätte ich durchaus weglassen können. Ist schon sehr massiv geworden.
Um Gewicht zu sparen habe ich am Dach dann die 20x20 Profile genommen.

Wenn du

ALU Profil Aluprofil 30x30 Nut 8

beim großen Autionshaus eingibst, kriegst du u. a. die Fa. Blank raus. Die haben einen tollen Shop wo du einfach alles für dein Projekt bekommst.

Wenn du ein paar Bilder benötigst versuche ich noch welche einzustellen.

Liebe Grüße
Michael

Ford Ranger 1,5 mit Eigenbau-Kabine

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1 Woche 1 Tag her #9 von mufys
Der Vollständigkeit halber...

eine weitere Bezugsadresse war aluprofile24.de... ungefähr gleicher Preis... ein bisschen mehr Auswahl.

Als Isolierung habe ich 30 mm gewählt.

Liebe Grüße
Michael

Ford Ranger 1,5 mit Eigenbau-Kabine

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1 Woche 6 Stunden her #10 von partisan
Zur Anregung
Ich wollte eine recht verwindungssteife Kabine, die auf der Bordwand sitzt. Dach begehbar mit 2 Personen. Nach langer Planung und Beratung mit Fachleuten (ich hatte keine Ahnung) ist Folgendes entstanden www.wohnkabinenforum.de/forum/leerkabine...enbauversuch?start=0

Rahmen Alu 30x30 geschweißt. Alublech 2mm geklebt und genietet. Nieten Alu geschlossen.
Kann man so machen, muss man aber nicht.
Will das nicht alles weiter begründen, weil zu lang und umfangreich. Bin am Ende froh, den Ratschlägen gefolgt zu sein und kann es so weiter empfehlen.

Gruß
Jens

Amarok 3.0 + Eigenbaualuwohndose
meinshovel.blogspot.com/

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6 Tage 14 Stunden her #11 von chefkoch
@mufys Danke für die Idee. Ich glaube ich werde aber dennoch bei einfach Stahl-/ Aluprofilen bleiben :)

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6 Tage 14 Stunden her - 6 Tage 13 Stunden her #12 von chefkoch
@partisan vielen Dank für deine Antwort. Genau so ein Aufbau schwebt uns vor. Es soll nur etwas kleiner werden, da wir keinen Überhang haben werden. Was sind denn diese Blöcke, mit denen du die Kabine auf den Bordwänden befestigt hast? Was hast du verwendet, um den Spalt zwischen Klappdach und Kabine abzudichten? Und was für einen Stoff hast du für das Hubdach verwendet? Und eine letzte Frage, warum hast du geklebt und genietet?

Beste Grüße,
Max
Letzte Änderung: 6 Tage 13 Stunden her von chefkoch.

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1 Tag 9 Stunden her #13 von Rhodos
Servus Max,

in Kürze, ich habe alles geklebt - Alublech auf geschweissten Alurahmen (ist mit einem guten WIG auch kein Hexenwerk - bei wenig Vorkenntnis rentiert sich bei so einem Projekt auch mal ein Schweisskurs), Isolierung XPS, darauf Forex (Baubericht -> Suche nach "Hutschachtel").

bye Werner

Ford Ranger mit Eigenbau, fast fertig - Europa
Dodge RAM 2500 mit FWC Kestrel - USA

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